Plattformspezifischen Social Media Inhalt erstellen

Effektives Online-Marketing ist ohne eine ausgewogene Social Media Strategie undenkbar. Denn selbst Inbound-Marketing über eine Webseite kann sich nicht allein auf Suchmaschinen verlassen. Social Media Portale sind ein kraftvoller Magnet, um User anzuziehen und die Kundenbindung zu stärken. Und natürlich scheint es verlockend, mit einem einzigen Klick den Content auf vielen verschiedenen Social Media Portalen zu verbreiten. Zahlreiche Plug-ins und Tools verlocken dazu, frische Inhalte einfach und schnell auf Portalen wie Facebook, Twitter, Instagram und LinkedIn zu teilen und dann auf Traffic zu hoffen. Der scheinbar einfache Weg wirkt sich allerdings negativ aus, denn er lässt den Auftritt auf den verschiedenen Portalen unprofessionell wirken. Der Social Media Manager Kurs vermittelt dir, wie du plattformspezifische Inhalte erstellen und die Kraft der einzelnen Portale nutzen kannst, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen!

Verschiedene Social Media Portale brauchen auch verschiedene Content-Formate

Verschiedene Social Media Portale brauchen verschiedene Content Formate

Um plattformspezifischen Content für unterschiedliche Portale zu erstellen, musst du einige wesentliche Dinge beachten. Der Content muss auf jeder Plattform optimal angezeigt werden, auch die Performance auf mobilen Geräten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für plattformspezifischen Content. Jedes Portal stellt andere Ansprüche an das Format von Bildern, Grafiken und Videos. Neben den technischen Begebenheiten muss vor allem die Zielgruppe berücksichtigt werden. Aber warum ist die Zielgruppe so wichtig?

Jede Social Media Plattform hat ihre eigene Zielgruppe!

Jede Social Media Plattform hat ihre eigene Zielgruppe

Es wäre zu schön, wenn es für Social Media Marketing eine universelle Lösung gäbe. Der Reiz der Social Media Portale liegt aber für die User darin, dass jeder Marktführer die Bedürfnisse einer ganz besonderen Zielgruppe bedient. Unterschiede wie Alter, Einkommen, Konsumgewohnheiten oder Bildungsstandard werden offenbar, wenn wir uns das Publikum einzelner Plattformen näher anschauen. Auf TikTok oder Snapchat ist ein vorwiegend junges Publikum zu finden. Facebook wird von jüngeren Usern kaum genutzt, weil sie dort ihre Eltern treffen könnten, und LinkedIn wird hauptsächlich zur beruflichen Selbstdarstellung und Kontaktpflege genutzt.

Jedes Social Media Portal erreicht also eine vollkommen andere Zielgruppe. Hinzu kommt, dass die User auch innerhalb eines Portals in ihren eigenen Blasen agieren. Der plattformspezifische Content muss also passgenau auf die Erwartungen und Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen zugeschnitten werden. Einfach eine Content-Lösung für alle zu teilen, wäre damit vergleichbar, in einem Opernhaus einen Schlagersänger auf die Bühne zu schicken. Das Publikum würde die Erfahrung als negativ wahrnehmen, weil seine Erwartungen enttäuscht werden.

Den Stil der Kommunikation an die Plattform anpassen

den Stil der Kommunikation an die Plattform anpassen

Um die Erwartungen der User zu erfüllen und sogar zu übertreffen, muss der Stil der Kommunikation immer an die Zielgruppe der Plattform angepasst werden. Teenager, die sich die Zeit vertreiben und Spass haben wollen, wischen Inhalte mit ausführlichen Texten und einer förmlichen Ansprache einfach weg. Dagegen schütteln Menschen auf der Suche nach fundierten Informationen oder Geschäftskontakten den Kopf, wenn sie auf lustige Memes oder den berühmten »Cat Content« mit süssen Tier-Videos stossen.

Während auf Instagram eine wilde Ansammlung von Hashtags zum guten Ton gehört, wimmelt es auf Facebook von Emojis, die durchaus von vielen Usern als vollständige Aussage wahrgenommen werden. Wer mit diesem Stil versucht, auf einem Portal wie LinkedIn zu kommunizieren, vergreift sich leicht im Ton. Es ist also extrem wichtig, die Kommunikation dem vorherrschenden Umgangston der einzelnen Plattformen anzupassen – selbst dann, wenn es sich im Prinzip um denselben Inhalt handelt.

Erstelle massgeschneiderte Inhalte!

Social Media massgeschneiderte Inhalte

Es ist schwierig, ins Schwarze zu treffen, wenn du keine Zielscheibe hast! Erstelle deine Inhalte also erst, wenn du eine genaue Strategie für jedes einzelne Portal festgelegt hast, das du bespielen willst. Aber keine Sorge, du musst nicht auf jedem Portal vertreten sein, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Treffe eine Vorauswahl! Wenn du dich für die Portale entschieden hast, auf denen du deine Zielgruppe mit Sicherheit antriffst, ergibt sich daraus, welche Arten von Content du benötigst und welche Formate du dafür wählen solltest.

Plattformspezifischer Content am Beispiel eines Videos

Social Media massgeschneiderter Inhalt am Beispiel eines Videos

Videos erzielen in der Regel grössere Reichweite als Textinhalte. Auf die Produktion deiner Video-Inhalte solltest du also besondere Sorgfalt verwenden, um für jedes anvisierte Portal das richtige Format zu erstellen. Plattformspezifische Videos sind deshalb so wichtig, weil User ungern ihr gewohntes Portal verlassen. Ein Video auf YouTube einzustellen und dann einfach auf allen Social Media Portalen auf den Content zu verlinken, wird also kaum den gewünschten Erfolg erzielen.

Das bedeutet nicht, dass du auf YouTube verzichten sollten, ganz im Gegenteil. Das Video-Portal wird heute von vielen Usern wie eine Suchmaschine benutzt und eignet sich hervorragend, um mit ausführlichen und hochwertig produzierten Inhalten Reichweite zu erzielen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Tutorials, Webinare und vieles mehr gehören heute für viele User zum täglichen Leben. Je hilfreicher die Inhalte sind, umso besser!

Portale wie Instagram, Twitter oder Facebook erfordern aber eine vollkommen andere Strategie beim Umgang mit Video-Inhalten. Auf Instagram beträgt die Höchstdauer für ein Video eine Minute, auf Twitter sind es zwei Minuten und zwanzig Sekunden. Facebook bevorzugt das Video-Format 16:9, Instagram das Format 1:1. Während niemand YouTube benutzt, ohne den Ton einzuschalten, eignen sich für Social Media Portale besser Videos mit kurzen, eingeblendeten Textbotschaften. Erstelle also für jede Plattform eigene Videos nach den spezifischen Vorgaben der Plattform, die perfekt auf die Gewohnheiten der User zugeschnitten sind! Gleiches gilt für grafische Inhalte wie Fotos. Damit deine Inhalte optimal dargestellt werden, musst du das angeforderte Format der einzelnen Plattformen beachten.

Ein Inhalt, viele Formate: ein praktisches Beispiel

Eine einzige Botschaft zu verbreiten, setzt heute voraus, dass du deinen Content für viele Plattformen optimal vorbereitst, um deine gesamte Zielgruppe plattformübergreifend zu erreichen. Gehen wir davon aus, dass du ein hilfreiches Tutorial-Video erstellt hast, um den Mehrwert deines Produkts zu kommunizieren. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, stellst du dein Video in voller Länge auf YouTube ein. Ist das Video nicht zu lang, eignet sich auch deine Facebook-Seite, um es zu teilen. Achte aber darauf, das Video auf beiden Portalen getrennt hochzuladen, denn die Facebook-Algorithmen geben »eigenen« Inhalten den Vorzug, sie erzielen grössere Reichweiten als geteilte Links zu einem fremden Portal!

Erstelle dann noch ein spezielles kurzes Video mit einem Elevator Pitch für Portale wie Twitter oder Instagram füge dort den Link zum vollen Video in Ihre Biografie ein. So erreichst du optimal verschiedene User auf verschiedenen Portalen mit demselben Inhalt. Ein Social Media Manager Kurs vermittelt dir, wie du effektiv und mit einer gezielten Strategie plattformspezifischen Content erstellen und mit deinem Social Media Marketing dauerhaft die bestmögliche Reichweite aufbaust.

2 Kommentare zum “Plattformspezifischen Social Media Inhalt erstellen

  1. Was haltet ihr von dem Medium Podcast? Gerade in letzter Zeit habe ich viel darüber gehört und gelesen, dass dies eine grosse Möglichkeit ist, um sich Reichweite auszubauen?

    1. Josua Schütz

      Podcasts sind wie auch Videos eher aufwändig zum produzieren, bedienen jedoch eine weitere Zielgruppe, die ggf. mit Videos oder Blogposts weniger gut erreicht werden. Zum Beispiel kann ein Autofahrer problemlos Podcasts während dem Fahren hören. Auch vor dem Einschlafen bevorzugen einige Menschen Podcasts gegenüber Videos. Es gibt einige Gründe, einen eigenen Podcast anzubieten.

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