Der Instagram Algorithmus – so werden deine Posts sichtbarer

Längst präsentiert Instagram seinen Nutzern neue Inhalte im Feed nicht mehr in chronologischer Reihenfolge. Vielmehr ist ein eigens geschaffener Algorithmus dafür verantwortlich, auf welche Posts wir am ehesten aufmerksam werden und was unsere Aufmerksamkeit fesselt. Wer einen Blick hinter die Wirkmechanismen des Instagram Algorithmus wirft, hat die Möglichkeit, eine bessere Ausgangsposition für die persönlichen Beiträge zu schaffen.

Wirksam seit 2016

Seit dem Jahr 2016 werden Inhalte bei Instagram nicht mehr nur chronologisch angezeigt. Stattdessen soll die Relevanz der Beiträge im Vordergrund stehen und zur Grundlage ihrer Einordnung werden. Immer wieder wird dieser Schritt mit der Tatsache begründet, dass die User heute deutlich mehr Accounts folgen. Eine chronologische Sortierung würde schnell an die Grenzen der Übersichtlichkeit stossen. Die Befürchtung mangelnder Transparenz trug dazu bei, dass sich viele Nutzer gegen die Einführung des Algorithmus aussprachen, dafür sogar eine Petition starteten. Instagram selbst hielt mit der gesteigerten Sichtbarkeit der Posts von Freunden und Familie entgegen. Diese wurde nach Aussage des Unternehmens von nur 50 auf 90 Prozent gesteigert.

Oberste Prämisse des Algorithmus bleibt das Engagement, welches ein Betrag erreicht. Erhält ein Foto oder Video besonders viele Likes und Kommentare, spricht dies für ein hohes allgemeines Interesse der Nutzer. Der Beitrag wird folglich höher im Feed platziert. Zudem gilt: Je schneller die Reaktionen anderer Nutzer folgen, desto eher wird der Algorithmus positiv stimuliert und das Ranking verbessert sich.

Die Signale des Algorithmus

Aufgrund der grossen Bedeutung, die diese Information etwa für Influencer hat, wurde sehr viel über die Ranking-Faktoren spekuliert. Erst im Sommer 2018 äusserte sich Instagram selbst zu den drei wichtigsten Einflüssen und räumte dadurch mit vielen Unwahrheiten auf.

I. Das Interesse

Das eigene Surfverhalten auf Instagram offenbart dem Algorithmus, wie gross der Hang zu bestimmten Themenfeldern ist. Künftig werden jene Themen bevorzugt, deren Posts in der Vergangenheit bereits eine Reaktion hervorgerufen haben. Der Faktor Interesse bezieht sich jedoch nicht nur auf Themengebiete. Auch die Rate der Interaktion mit Bildern und Videos wird verglichen. Wer eher auf Fotos reagiert, wird diese künftig häufiger antreffen als die verfügbaren Videos.

II. Die Aktualität

Ein Relikt aus der Zeit chronologischer Feeds? Nicht ganz! Es spielt jedoch nach wie vor eine Rolle, wann ein Beitrag auf Instagram veröffentlicht wurde. Je neuer die Beiträge sind, desto weiter oben werden sie im Feed platziert. Je häufiger ein Nutzer auf die App zugreift und je länger die Nutzungsdauer ausfällt, desto stärker wird die Aktualität der Posts gewichtet.

III. Beziehungen

Die Bevorzugung eines bestimmten Accounts im Feed kann durch eine besonders intensive Interaktion mit dessen Beiträgen hervorgerufen werden. Zeit jemand grosses Interesse an den Beiträgen einer Person oder eines Unternehmens, werden diese in seinem Feed höher gerankt. Darin soll die individuelle Wichtigkeit zum Ausdruck kommen. Der Instagram Algorithmus belohnt die Interaktionen mit zusätzlichen Content von dieser Person, die hoffentlich zu begeistern weiss.

So ranken deine Posts höher

All diese Einsichten lassen sich nun nutzen, um auch die eigenen Posts wirksam zu unterstützen. Wir blicken deshalb auf wichtige Tipps, die sich ohne grosse Mühen in die Tat umsetzen lassen.

Längere Bildunterschriften

Die Verweildauer auf einem einzelnen Post ist ein wichtiges Kriterium des Algorithmus, was durch ein höheres Ranking belohnt wird. Nicht nur ein spannendes Foto ist dazu in der Lage, dieses Ziel zu erreichen. Auch längere und spannende Bildunterschriften tragen massgeblich dazu bei. So bietet etwa Storytelling die Möglichkeit, die User zum vollständigen Ausklappen des Texts zu bewegen und sie dadurch zu einer unterstützenden Kraft für das Ranking des Posts zu machen.

Instagram Bildunterschrift mit "see more"-Link.

Kein Post ohne Call-to-Action

Jedes Like und jeder Kommentar, welcher von den Followern ausgeht, stimmt den Algorithmus gnädiger. Deshalb lohnt es sich, das eigene Publikum ganz bewusst zu Interaktion und Engagement zu bewegen. Kein Call-to-Action sollte dabei so plump sein, dass er im Kontext des Feeds allenfalls Mitleid hervorruft. Vielmehr eignen sich Umfragen, Gewinnspiele und Rätsel dazu, das Engagement unter einem Post zu erhöhen und dadurch für ein besseres Ranking zu sorgen. Der positive Einfluss eines Kommentars ist dabei im Übrigen höher als der eines einfachen Likes.

Instagram Call-to-Action

Den Post besser einordnen

Ist dem Instagram Algorithmus klar, worum es in einem Post geht, so wird dieser an gehobener Stelle im Ranking zu finden sein. Dafür ist es wichtig, relevante Hashtags einzufügen und Standortinformationen zu berücksichtigen. Sobald diese wichtigen Signale hinzugefügt wurden, ist es z.B. möglich, von den Interessenssignalen der Follower zu profitieren. Der kleine zusätzliche Aufwand, der beim Erstellen des Posts damit verbunden ist, zahlt sich in jedem Fall aus.

Vorteile durch Videos und Slideshows

Sieht sich ein User auf Instagram ein Video oder eine Slideshow an, so ist die Verweildauer auf dem Post ungleich höher als bei einem Foto. Follower bleiben auf diese Weise länger an einem einzelnen Beitrag hängen, was einen positiven Einfluss auf dessen Ranking hat. Wer jedoch zu oft auf dieses Mittel setzt, riskiert auf diese Weise eine Abschreckung der User, die kaum mehr auf die Inhalte zugreifen werden.

Den Post richtig timen

Das maximale Engagement ist nur dann von einem Post zu erreichen, wenn dieser zum richtigen Zeitpunkt platziert wird. Da die Aktualität der Inhalte im Feed nach wie vor eine grosse Rolle spielt, sollten die Nutzer online sein, um darauf aufmerksam zu werden. In der Kategorie „Insights“ ist es möglich, die Aktivität der Follower zu tracken und die besten Uhrzeiten mit hoher Aktivität herauszufinden. Bislang ist dies leider nur für Business-Accounts möglich, während private Nutzer keinen Zugriff auf diese Funktion haben.

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