Warum Pinterest auch dein Online Marketing rocken kann

„Braucht kein Mensch.“ stellen Skeptiker klar. „Unverzichtbar im gelungenen Mix!“ kontert die Gegenseite. Sind sich Online Marketer uneinig, dürfen spannende Diskussionen erwartet werden. Dabei drehen sich die Gespräche nicht erst seit deren fulminantem Börsengang um eine Plattform, die die Gemüter spaltet. Die Rede kann nur vom im März 2010 gegründeten Unternehmen Pinterest sein. Dem Social Media Instrument, das mehr Suchmaschine als kommunikatives Medium ist.

Bei aller Unklarheit ist die Frage, ob das weisse P auf rotem Hintergrund Teil des persönlichen Online Marketing Plans sein sollte, berechtigt. Um diese zufriedenstellend zu klären, bedarf es eines genauen Blickes auf die Besonderheiten dieser facettenreichen Applikation.

Social Media und darüber hinaus

Weltweit nutzen ca. 250 Millionen Nutzer Pinterest in über 30 verschiedenen Sprachen. Den Hauptanteil unter ihnen bildet die Zielgruppe Frauen, wobei auch Männer vermehrt die visuelle Suchmaschine für sich entdecken.

Im Gegensatz zu Facebook oder Twitter steht hierbei weniger die Person an sich, sondern deren Interessen im Fokus. Diese werden auf sogenannten Pinnwänden mit der virtuellen Welt geteilt. Stelle sie dir am besten wie einen öffentlich zugänglichen Ordner auf deinem PC vor: Du legst Fotos oder Texte darin ab, die nun von jedem betrachtet werden können. Gefällt anderen Nutzern, was zu sehen ist, werden die Inhalte sodann in ihren eigenen Ordner kopiert – beziehungsweise auf der hierfür vorgesehenen Pinnwand gepinnt.

Interessieren sich User lediglich für eines deiner Themen, müssen sie jedoch nicht deinem kompletten Profil folgen. Dies können sie auf Wunsch lediglich mit einer speziellen Pinnwand. Damit sind wir bei einem wesentlichen Punkt angelangt, der bis dato über Plattform-internen Erfolg oder Nicht-Erfolg entscheidet:

Thema ist Trumpf

Möchtest du Pinterest in deiner Online Marketing Strategie nutzen, gilt es zunächst herauszufinden, ob sich dein Themengebiet hierfür anbietet. Erfahrene Pinner wissen nämlich, dass einige Sujets auf der Plattform florieren, während andere wenig Beachtung finden. Zu den klaren Gewinnern zählen unter anderem:

  • Mode, Lifestyle und Wohnen
  • Reisen
  • Food
  • Geld und Finanzen
  • Blogging
  • Zitate
  • DIY

Auch ist wesentlich zu wissen, dass englischsprachige Profile ein höheres Engagement aufweisen. Vor allem dann, wenn es sich um textlastige Interessensbereiche handelt.

Bedienst du oben genannte Themen nicht, kann ein Blick auf die Plattform dennoch lohnen. So ist es möglich, kleinere Nischen zu besetzen, da die dortige Konkurrenz noch überschaubar ist. Besitzt du ein Auge für ansprechende Bilder und Fotokompositionen, lässt sich auch der Sprachbarriere ein Schnippchen schlagen. Schliesslich handelt es sich bei Pinterest um eine visuelle Suchmaschine, die von optischen Eindrücken lebt.

Pinterest-Marketing leicht gemacht

Keine Frage: Der erste Schritt in die farbenfrohe Welt der Pins kann schwer fallen. Verzichte jedoch nicht darauf, deren Potenzial zu nutzen – arbeite dich vielmehr mit Plan in die Besonderheiten von Pinterest ein.

Erstelle dein Profil

Wählst du die Unternehmensvariante aus, steht dir das hauseigene Analysetool zur Verfügung. Dieses erinnert an Googles Search Console und besticht durch ähnlich vielseitige Verwendungsmöglichkeiten.

Vergiss ausserdem nicht, deine Homepage verifizieren zu lassen. Dies schafft Vertrauen unter den Pinnern und gibt dir zudem die Möglichkeit, von den sogenannten Rich Pins zu profitieren. Im Gegensatz zu ihrer regulären Verwandtschaft sind sie mit zusätzlichen Informationen für deine Zielgruppe angereichert.

Bevor du deine ersten Pinnwände erstellst, empfiehlt es sich selbstverständlich, dein Profil zu vervollständigen. Praktisch ist, dass in Sachen Impressum direkt auf deine Webpräsenz verwiesen werden kann.

Zeige wenn möglich dein Gesicht auf dem Profilfoto – Pinterest-Nutzer bevorzugen dies erfahrungsgemäss gegenüber einem Markenlogo. Im Gegensatz dazu solltest du hierauf bei der Pinerstellung verzichten – diese werden statistisch betrachtet weniger gesammelt.

Fülle deine Pinnwände mit Köpfchen

Überlege dir nun, welche Themen dich und deine Zielgruppe interessieren. Fortgeschrittene greifen oben genannte Dauerbrenner auf und verbinden diese auf einer Pinnwand, die gleichzeitig das eigene Angebot widerspiegelt. Einem namhaften Beautyhersteller gelingt dies etwa, indem er sein blaues Logo und gleichfarbige Mode eindrucksvoll vereint.

Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wesentlich ist in jedem Fall, die Pinnwände verständlich zu strukturieren.

Apropos Struktur:

SEO ist auf der Plattform ein wichtiges Thema. Daher lohnt eine an Googles Suchmaschine angelehnte Keywordrecherche, möchtest du eine wünschenswert hohe Sichtbarkeit in der Ergebnisleiste verzeichnen.

Bestückst du deine Pinterest-Ordner regelmässig mit neuem Inhalt – das Pareto-Prinzip darf hierbei beherzigt werden – lassen interessierte Follower in der Regel nicht lange auf sich warten. Geduld sollte hierbei dein Augenmerk geniessen, denn Follow-for-Follow ist auch im Orbit der virtuellen Suchmaschine keine clevere Strategie für eine wirkungsvolle Kundenbindung.

Möchtest du mehr über die spannende Welt der Social Media erfahren und dich beruflich in diesem Bereich weiterbilden, empfehlen wir dir die international anerkannte Weiterbildung zum Social Media Manager, die du zeit- und ortsunabhängig bequem von Zuhause aus in eigenem Lerntempo absolvieren kannst.

Fazit: Online Marketing im optisch ansprechenden Gewand

Pinterest versteht sich aufgrund seiner Besonderheiten erfolgreich von Social Media Giganten wie Facebook, Instagram oder Twitter abzuheben. Darin liegen gleichsam Chancen und Risiken verborgen. Letztere beziehen sich nicht zuletzt auf den zeitlichen Aufwand, den das Bespielen eines zusätzlichen Marketingkanals bekanntermassen erfordert. Lässt sich deine Zielgruppe jedoch über die Plattform ansprechen, weisst du ein mächtiges Medium zur Hand.

Die Frage, ob dein Online Marketing langfristig durch das Prädikat „pinteresting“ aufgewertet wird, kann dennoch nicht pauschal beantwortet werden. Es gilt vielmehr, den Einzelfall zu prüfen. Plane hierfür mindestens einen Zeitraum von sechs Monaten ein, um aussagekräftige Schlüsse ziehen zu können.

In einer Sache unterscheiden sich Social Media und die visuelle Suchmaschine nämlich nicht: Erfolg über Nacht ist so unwahrscheinlich wie ein wiederbelebtes MySpace, das die Nutzeraktivität von Facebook im Jahr 2019 übertrifft.

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