Unverzeihliche Fehler von StartUps

Die moderne, multimediale Welt vermittelt uns stets den Eindruck, jedermann kann ein Unternehmen gründen und sofort Traum-Umsätze generieren. Das prägnanteste Beispiel hierfür ist Marc Zuckerberg mit seiner Facebook-Erfolgsstory. Doch häufig scheitert das ehrgeizige Ziel, schneller als gedacht, an der Realität. Zumeist sind es spezifische Fehler, an denen StartUps scheitern. Welche unverzeihlichen Fehler lassen sich also von vorherein vermeiden?

Geheimniskrämerei

Ein typischer, häufig anzutreffender Fehler eines StartUps besteht in Geheimniskrämerei. Viel Energie wird in die Geheimhaltung von Informationen investiert. Dahinter steht die Angst, die brillante und einzigartige Idee würde abgekupfert und sei dahin. Doch gleichzeitig verwehrt der Unternehmer sich die Chance auf ein ehrliches Feedback, und eine Steigerung seines Bekanntheitsgrades. Wie soll sich Erfolg einstellen, wenn das Unternehmen gänzlich unbekannt ist? Wer seine Berufung im StartUp gefunden hat, muss keine Angst vor Nachahmern haben. Die Fälschung ist niemals so gut und authentisch, wie das Original. Ein ausgedehntes und solides Netzwerk steigert den Bekanntheitsgrad zudem exponentiell. Obendrein ist nur so eine ehrliche Bewertung der eigenen Idee und Umsetzung gegeben. Familie und Freunde sind als Testkunden weder objektiv noch ehrlich. Doch nur ein ungeschminktes Feedback birgt die Chance zur Verbesserung und Optimierung. Ebenfalls unabdingbar, und eng mit dem vorgenannten Punkt verknüpft, ist die Fähigkeit berechtigte Kritik anzunehmen und umzusetzen. Nicht immer entspricht das eigene Empfinden den Anforderungen des Marktes. Erfolg kann sich jedoch nur einstellen, wenn die Bedürfnisse des Marktes berücksichtigt werden. Dies macht das Vorhandensein von Kritikfähigkeit und Flexibilität, seitens des Gründers, so wichtig.

Häufigen Stolperstein: Kosten- und Leistungsrechnung

Einen häufigen Stolperstein stellt zudem eine unrealistische Kosten- und Leistungsrechnung im Vorfeld dar. Sich in Zahlen, Daten und Fakten mit der eigenen Idee auseinanderzusetzen, wird oft als zeitraubend und unnütz empfunden. Dennoch lässt es sich nicht vermeiden, soll der Start erfolgreich sein. Den eigenen Finanzbedarf exakt zu planen, ist existenziell wichtig. Nur so ist die notwendige Liquidität vorhanden, um eine mögliche Durststrecke zu überstehen. Zur Kostenkontrolle eignet sich die Erstellung eines Businessplans ausgezeichnet. Seine Anfertigung ist jedem Gründer angeraten, unabhängig davon, ob die Erstellung von offizieller Seite verlangt wird oder nicht. Er birgt obendrein die Konkretisierung der eigenen Idee, als positiven Nebeneffekt. Wer sich das Schreiben des Plans nicht alleine zutraut, sollte sich von Experten unterstützen lassen.

Dieser Stichunkt führt uns zum nächsten, typischen Kardinalsfehler, nämlich Einsparungen an falscher Stelle vorzunehmen. Häufig ist das Budget gering und will gut eingesetzt werden. Geht es beispielsweise um die Erstellung von Internet-Content, der bei Google weit oben gelistet sein soll, lohnt sich die Investition in externe Unterstützung sicher immer. Dies kann sowohl in Form von eigener Fortbildung geschehen, als auch durch Outsourcing. Auch der gezielte Einkauf von unterstützender Software, ist in vielen Fällen zu empfehlen. An der Missachtung dieses Grundsatzes, sind zahlreiche StartUps bereits im Ansatz gescheitert. Wer im Internet nicht gefunden wird, verschwindet schnell wieder sang- und klanglos vom Markt. Obendrein ist die Palette der Aufgaben so umfassend, dass es schnell zum Burn-out kommen kann, versucht man alle Anforderungen in Eigenregie zu bewältigen. Sicherlich ist der Verzicht auf Freizeit zunächst unabdingbar; tritt jedoch völlige Erschöpfung ein, kann den Erfordernissen des StartUps nicht mehr in notwendigem Masse Rechnung getragen werden und der Misserfolg ist besiegelt.

Vorbereitung und Aufgabenteilung

Insgesamt läuft also alles auf eine gründliche Vorbereitung und Aufgabenteilung hinaus. Der Termin der Produkteinführung wird gerne als der Moment der Initialzündung eines StartUps gesehen. Tatsächlich bedarf es aber diverser Massnahmen im Vorfeld, sowie der Fähigkeit zur Anpassung nach dem Launch. Denn wer die Fähigkeit zur Adaption nicht besitzt, wird sich mit Veränderungen, in Anlehnung an den Markt, schwertun. Insofern ist die reine Konzentration auf den Launch-Termin nicht ausreichend. Dieser sollte erst erfolgen, wenn alle Vorbereitungen getroffen wurden und eine solide Kalkulation sowie ein stabiles Netzwerk bestehen. Keinesfalls ist er jedoch als letzter Punkt auf der Agenda zu werten. Denn nur wer den Markt wachen Auges beobachtet und das eigene Konzept stets verbessert, wird langfristig erfolgreich sein.

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